<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>example.com: Latest News</title>
		<link>http://www.gesundinsleben.de/</link>
		<description>Latest News</description>
		<language>en</language>
		<image>
			<title>example.com: Latest News</title>
			<url>http://www.gesundinsleben.de/fileadmin/tt_news_article.gif</url>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/</link>
			<width></width>
			<height></height>
			<description>Latest News</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Wed, 08 May 2013 10:02:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Nachgefragt im Mai: Ist Alkohol in der Stillzeit erlaubt?</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/nachgefragt-im-mai-ist-alkohol-in-der-stillzeit-erlaubt/?tx_ttnews%5Byear%5D=2013&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=08&#38;cHash=33421724941ea2ed79247c2d2e6a3e90</link>
			<description>In der Schwangerschaft verzichten die meisten Frauen auf alkoholische Getränke, denn schon kleine Mengen Alkohol bergen gesundheitliche Risiken für das ungeborene Kind. Wie lauten die aktuellen Empfehlungen für die Zeit nach der Geburt: Ist Alkohol in der Stillzeit erlaubt?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt, dass Stillende Alkohol meiden sollen, da Alkohol in die Muttermilch übergeht. </strong>Fachgesellschaften stimmen überein, dass ein Alkoholverzicht in der Stillzeit für die Gesundheit von Mutter und Säugling am sichersten ist. Allenfalls bei seltenen und besonderen Anlässen ist ein kleines Glas Wein, Bier oder Sekt tolerierbar, wenn beim Stillen einige Punkte beachtet werden. Diese Einschränkung bedeutet nicht, dass die Experten des Netzwerks den Genuss von alkoholischen Getränken in der Stillzeit befürworten. Sie trägt aber der Tatsache Rechnung, dass Stillen entscheidende Vorteile für Mutter und Kind bietet, selbst wenn die Mutter ausnahmsweise einmal eine geringe Menge Alkohol trinkt, wenn die andere Alternative möglicherweise ein früheres Abstillen ist.
<strong>Das Kind trinkt mit. </strong>Nach dem Konsum von alkoholischen Getränken gelangt bei der stillenden Mutter ein Teil des Alkohols über den Verdauungstrakt ins Blut und weiter in die Muttermilch. Alkohol wird hauptsächlich in der Leber abgebaut. Bei Säuglingen ist diese nicht ausgereift, die Aktivität einiger Enzyme ist im Vergleich zu Erwachsenen deutlich geringer. Deshalb wird Alkohol bei Säuglingen nur sehr langsam abgebaut und bleibt erheblich länger im Körper.
<strong>Alkohol beeinflusst das Schlafverhalten von Säuglingen negativ. </strong>In zwei Studien wurde nachgewiesen, dass Alkoholkonsum über die Muttermilch den Schlafrhythmus gestillter Säuglinge stören kann [1, 2]. Sie hatten kürzere ruhige Schlafphasen und einen leichteren Schlaf, wenn die Mutter vor dem Stillen Alkohol getrunken hatte bzw. die Kinder alkoholhaltige Muttermilch bekamen. Gleichzeitig waren die Wach- und Schreiphasen länger.
<strong>Stillprobleme sind häufiger, wenn Mütter Alkohol trinken.</strong> Schon der Konsum kleiner Mengen Alkohol beeinflusst die Ausschüttung mütterlicher Hormone. Das bestätigt jedoch nicht die landläufige Meinung, dass Alkohol die Milchbildung anregt. Im Gegenteil: Nach dem Genuss alkoholischer Getränke kann es durch die  Wechselwirkung mit dem Hormonhaushalt zu einer Verringerung der Milchmenge kommen [3]. Das kann einer der Gründe dafür sein, dass stillende Mütter, die mehrmals in der Woche Alkohol trinken, häufiger über Stillprobleme wie wunde Brustwarzen, wenig Milch und Milchstau berichten als Frauen, die keinen Alkohol trinken, schlussfolgert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einem aktuellen Wissenschaftsreport zu Alkohol in der Stillzeit [4].
<strong>Am besten ohne Alkohol in der Stillzeit. </strong>Eine sichere obere Grenze für die Alkoholaufnahme in der Stillzeit lässt sich aus den verfügbaren wissenschaftlichen Daten nicht ableiten. Kontrollierte Studien über kurz- oder langfristige Wirkungen von Alkohol auf den kindlichen Organismus fehlen. Für die Gesundheit von Mutter und Kind ist es deshalb am sichersten, in der Stillzeit auf Alkohol zu verzichten. Die Empfehlung von „Gesund ins Leben“ lautet entsprechend, das stillende Mütter Alkohol meiden sollen [5]. In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch die beste Nahrung für Säuglinge. Die Vorteile des Stillens für Mutter und Kind überwiegen selbst dann noch, wenn die Mutter ausnahmsweise einmal ein Glas Alkohol trinkt [4]. Im Konsensuspapier von „Gesund ins Leben“ zur Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter, das mit allen relevanten Berufsgruppen erarbeitet wurde, ist die Empfehlung zum Meiden von Alkohol daher um den Zusatz ergänzt, dass allenfalls zu besonderen Anlässen ein kleines Glas Wein, Bier oder Sekt tolerierbar ist, wenn ein früheres Abstillen die Alternative ist [5].
<strong>Mütter unterstützen und zum (Weiter-)Stillen motivieren. </strong>Es ist wichtig stillende Mütter über die Auswirkungen von Alkohol in der Stillzeit zu informieren, ohne Schuldgefühle auszulösen. Es ist nicht wünschenswert, dass eine Frau mit dem Stillen aufhört, weil sie ausnahmsweise einmal eine kleine Menge Alkohol getrunken hat. Der Wunsch, in der Stillzeit Alkohol oder andere Genussmittel wie Kaffee oder Zigaretten zu konsumieren, ist für Mütter ein häufiger Grund, nicht oder nur kurz zu stillen [4, 6]. Im Sinne der Stillförderung sollten Fachkräfte das Thema in der Beratung individuell besprechen, auf alkoholfreie Alternativen hinweisen, Unterstützungsmöglichkeiten durch das persönliche Umfeld besprechen und sicherstellen, dass die Ausnahme „ein kleines Glas zu besonderen Anlässen“ nicht beliebig ausgelegt wird. 
<strong>Im Ausnahmefall das Stillen planen. </strong>Wird bei einem seltenen und besonderen Anlass wie einem Geburtstag doch ein kleines Glas Wein, Bier oder Sekt getrunken, muss Folgendes beachtet werden: Die Mutter sollte das Kind stillen, bevor sie etwas trinkt und mehrere Stunden bis zur nächsten Stillmahlzeit einplanen [4], damit der Alkohol im Blut der Mutter und in der Muttermilch größtenteils abgebaut ist. Ein hungriges Baby wird in dieser Zeit am besten mit zuvor abgepumpter und kühl gelagerter Muttermilch versorgt.
Die Alkoholkonzentrationen im Blut und in der Milch steigen in etwa parallel an. Mit dem Abbau des Alkohols im Körper sinkt die Konzentration in der Milch wieder [4]. Etwa 30 Minuten nach dem Alkoholkonsum ist die größte Menge des Alkohols in der Muttermilch angelangt. Wird mit dem alkoholischen Getränk etwas gegessen, kann sich die Alkoholaufnahme verzögern. Da der Alkohol auch in der Muttermilch nach und nach abgebaut wird, ist zum Beispiel ein Glas Wein am Abend nach der letzten Stillmahlzeit weniger problematisch als kurz vor dem Stillen. Doch nicht immer lässt sich genau vorhersagen, wann der Säugling die nächste Stillmahlzeit verlangt. Für Mutter und Kind ist es daher am sichersten, in der Stillzeit vollständig auf Alkohol zu verzichten.
<em>Quellen:</em>
<em>[1] Mennella JA, Garcia-Gomez PL (2001): Sleep disturbances after acute exposure to alcohol in mothers' milk. Alcohol 25: 153–158</em>
<em>[2] Schuetze P, Eiden RD, Chan AWK (2002): The effects of alcohol in breast milk on infant behvarioal state and mother-infant feeding interactions. Infancy 3: 349–363</em>
<em>[3] Mennella JA, Pepino MY (2008): Biphasic effects of moderate drinking on prolactin during lactation. Alcohol Clin Exp Res 32: 1899–1908</em>
<em>[4] Schwegler U, Kohlhuber M, Roscher E, Kopp E, Ehlers A, Weißenborn A, Rubin D, Lampen A, Fromme H (2012): Alkohol in der Stillzeit – Eine Risikobewertung unter Berücksichtigung der Stillförderung. Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR-Wissenschaft 07/2012, http://www.bfr.bund.de/cm/350/alkohol-in-der-stillzeit-eine-risikobewertung-unter-beruecksichtigung-der-stillfoerderung.pdf</em>
<em>[5] Koletzko B, Bauer C-P, Brönstup A et al: Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter. Aktualisierte Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie, ein Projekt von IN FORM, Monatsschr Kinderheilkd 3/2013, Springer-Verlag 2013</em>
<em>[6] Lange C, Schenk L, Bergmann R (2007): Verbreitung, Dauer und zeitlicher Trend des Stillens in Deutschland. Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS). Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2007 May-Jun;50(5–6): 624–633</em>
<strong><br />Zur Rubrik „Nachgefragt“:</strong><br />In der Rubrik „Nachgefragt“ möchten wir Irrtümern auf den Grund gehen und altes Wissen neu erklären. Jeden Monat beantworten wir eine neue Frage. Die bisher erschienen Antworten können Sie <link 876>hier</link> nachlesen.
<strong><br />Kontakt:<br /></strong>aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.<br />Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br />Julia Bonfig<br />Heilsbachstraße 16<br />53123 Bonn<br />Tel.: 0228 8499-102<br />Fax: 0228 8499-177<br />E-Mail: <link j.bonfig@aid-mail.de>j.bonfig@aid-mail.de</link><br />Internet: <link http://www.gesund-ins-leben.de _blank>www.gesund-ins-leben.de</link>&nbsp;<link http://www.aid.de _blank>www.aid.de</link> ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 08 May 2013 10:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neue Studie: Kaffee in der Schwangerschaft – Empfehlungen des Netzwerks bleiben unverändert</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/neue-studie-kaffee-in-der-schwangerschaft-empfehlungen-des-netzwerks-bleiben-unveraendert/?tx_ttnews%5Byear%5D=2013&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=03&#38;cHash=61d892c48556e359c18d284edfd16351</link>
			<description>Wie viel Kaffee ist in der Schwangerschaft erlaubt? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Im Februar wurde eine große norwegische Kohortenstudie zur Auswirkung von Koffein in der Schwangerschaft veröffentlicht. Bei der Berichterstattung über die Studie fiel vor allem die Aussage auf, bereits eine Tasse Kaffee pro Tag könne das Wachstum eines ungeborenen Babys beeinträchtigen. Das hat zu Verunsicherung bei Fachkräften und werdenden Eltern geführt.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Experten vom Netzwerk „Gesund ins Leben“ haben die Studie gesichtet und kommen zu dem Schluss, dass die vom Netzwerk aktuell herausgegebenen Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft angesichts dieser Studienergebnisse nicht angepasst werden müssen. Für Schwangere werden auch weiterhin bis zu drei Tassen Kaffee am Tag als unbedenklich angesehen.
<strong>Die Studie</strong>
Die norwegische Studie (Sengpiel et al. 2013) hatte das Ziel, Verknüpfungen zwischen dem Koffeinkonsum aus unterschiedlichen Quellen während der Schwangerschaft und (a) der Schwangerschaftsdauer, insbesondere dem Risiko für spontane Frühgeburten und (b) dem Geburtsgewicht des Kindes zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden Daten von fast 60.000 Schwangeren und ihren Neugeborenen ausgewertet. Die Frauen waren in der 17., 22. und 30. Schwangerschaftswoche mit einem allgemeinen Fragebogen unter anderem zu ihrem Konsum koffeinhaltiger Getränke und Lebensmittel wie Kaffee, Tee, koffeinhaltige Limonaden, Kuchen, Desserts und zusätzlich in der 22. Schwangerschaftswoche mit Hilfe eines Verzehrhäufigkeits-Fragebogens (FFQ) zu ihrem sonstigen Ernährungsverhalten befragt worden. Zudem wurden Gewicht, Gesundheitszustand und Geburtsalter der Kinder erfasst.
<strong>Ergebnisse</strong>
Die Autoren fanden keinen Zusammenhang zwischen dem Koffeinkonsum und einem erhöhten Frühgeburtsrisiko. Auch Fehlgeburten oder andere schwerwiegende Komplikationen konnten nicht mit der Aufnahme von Koffein in Verbindung gebracht werden.  Je mehr Koffein die Frauen in der Schwangerschaft aufgenommen hatten, desto wahrscheinlicher war es jedoch, dass das Geburtsgewicht ihres Kindes hinter dem erwarteten zurückblieb. Konsumierte die Mutter im Durchschnitt 100 mg Koffein pro Tag, was etwa einer Tasse gebrühtem Kaffee entspricht, wog ihr Kind bei der Geburt statt erwarteten 3.600 g etwa 20 g bis 30 g weniger. 
<strong>Einordnung der Ergebnisse</strong>
Die Erfassung der Koffeinaufnahme in dieser Studie war mit einigen Unsicherheiten verbunden. Sie basiert auf rückblickenden Selbstangaben durch die Schwangeren zum Konsum verschiedener Getränke und Lebensmittel. Die Verzehrmengen wurden weder direkt erfasst noch mit Hilfe von Blutwerten oder anderen biologischen Markern überprüft. Außerdem variiert die tatsächliche Koffeinmenge in Kaffee, Tee etc., so dass die aus den Selbstangaben berechneten Koffeingehalte nur als Schätzwerte angesehen werden können. Auch wurde die Koffeinaufnahme nach der 30. Schwangerschaftswoche in der Studie nicht berücksichtigt.
In der Studie konnte nicht untersucht werden, ob das Koffein für ein geringeres Geburtsgewicht des Säuglings verantwortlich ist. Ohnehin scheint eine Abweichung des realen vom erwarteten Geburtsgewicht von wenigen Gramm für die Praxis nicht relevant.
Die Studie basiert auf den Daten einer beträchtlichen Stichprobe und sie gibt Hinweise für weiteren Forschungsbedarf. Aus den Ergebnissen lassen sich jedoch keine neuen Empfehlungen oder obere Grenzwerte für die Aufnahme von Kaffee in der Schwangerschaft ableiten.
Die Datenlage zur abschließenden Beurteilung möglicher nachteiliger Auswirkungen für Mutter und Kind und zur Konkretisierung von Koffeinmengen, die kein Risiko bergen, ist nach wie vor unzureichend. Eine – auf allerdings nur zwei Studien beruhende – Cochrane-Meta-Analyse aus dem Jahr 2009 zeigte beim Verzehr von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auf Schwangerschaftsdauer und Geburtsgewicht. Im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes wird vorsorglich von hohen Koffeinmengen  sowie vom Konsum von Energydrinks, die gewöhnlich hohe Koffeinmengen pro Portion enthalten, abgeraten.
<strong>Originalquelle:</strong><br /><link http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3606471/ _blank external-link-new-window "externer Link in neuem Fenster: Artikel online lesen auf http://www.ncbi.nlm.nih.gov">Sengpiel V et al.: Maternal caffeine intake during pregnancy is associated with birth weight but not with gestational length: results from a large prospective observational cohort study. BMC Medicine 2013 Feb 19;11:42. doi: 10.1186/1741-7015-11-42</link>
<strong>Weitere Informationen:</strong><br /><link 808>Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft von Gesund ins Leben</link>
<strong>Kontakt:</strong><br />aid infodienst  Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.<br />Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br />Julia Bonfig<br />Heilsbachstraße 16<br />53123 Bonn<br />Tel.: 0228 8499-102<br />Fax: 0228 8499-177<br />E-Mail: <link j.bonfig@aid-mail.de>j.bonfig@aid-mail.de</link><br />Internet: <link http://www.gesund-ins-leben.de _blank>www.gesund-ins-leben.de</link>&nbsp;<link http://www.aid.de _blank>www.aid.de</link> ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 May 2013 09:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nachgefragt im April: Ist es besser, Beikost bereits mit Beginn des 5. Lebensmonats einzuführen?</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/nachgefragt-im-april-ist-es-besser-beikost-bereits-mit-beginn-des-5-lebensmonats-einzufuehren/?tx_ttnews%5Byear%5D=2013&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=10&#38;cHash=ae87f76fe4a66231e4609f0def191d5c</link>
			<description>Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt, Beikost frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Monats einzuführen. In der Leitlinie zur Allergieprävention heißt es: „Für einen präventiven Effekt durch eine Verzögerung der Beikosteinführung über den vollendeten vierten Monat hinaus gibt es keine gesicherten Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden“. Einige Eltern werden von Fachkräften angehalten, ihrem Baby ab dem 5. Lebensmonat Beikost zu füttern. Sollte Beikost – zumindest für allergiegefährdete Kinder – besser mit Beginn des 5. Lebensmonats eingeführt werden?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Nein!</strong> Weder die bisherige Studienlage noch die Formulierung der Leitlinie Allergieprävention legen eine frühere Beikosteinführung, auch nicht zum Zweck der Allergievorbeugung, nahe.&nbsp;Die Leitlinie empfiehlt nicht, dass ab Beginn des fünften Monats zugefüttert werden muss. Im Gegenteil: Für den genauen Zeitpunkt ist die individuelle Entwicklung des Kindes entscheidend sowie die Empfehlungen der Fachgesellschaften, wonach Beikost frühestens mit Beginn des 5. und spätestens mit Beginn des 7. Monats eingeführt werden soll. Dieses Zeitfenster berücksichtigt die physiologischen und motorischen Voraussetzungen von Babys, ist wissenschaftlich gut begründet und trägt der unterschiedlichen individuellen Entwicklung von Kindern Rechnung.
<strong>Das Zeitfenster gilt für alle Babys. </strong>Die Empfehlung, die Einführung der Beikost im Zeitraum von Beginn des 5. bis Beginn des 7. Lebensmonats individuell und flexibel zu handhaben, gilt auch für allergiegefährdete Säuglinge. Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine verzögerte Beikosteinführung über den Beginn des 5. Monats hinaus Allergien vorbeugt [1], daraus lässt sich aber auch nicht schließen, dass zwingend ab dem 5. Monat zugefüttert werden muss. In der Leitlinie Allergieprävention wird lediglich zum Ausdruck gebracht, dass sich – entgegen früherer Empfehlungen – keine Vorteile einer früheren Beikosteinführung, aber auch keine Nachteile einer späteren nachweisen lassen [2]. Das empfohlene Zeitfenster für den Beikostbeginn kann somit ausgenutzt werden.
Auch wird nicht mehr dazu geraten, die als „allergen“ eingestuften Lebensmittel wie Ei oder Fisch im ersten Lebensjahr zu meiden, dennoch müssen sie nicht als erstes Nahrungsmittel unmittelbar im fünften Monat eingeführt werden. Gut belegt ist hingegen, dass das Weiterstillen mit der Beikosteinführung ein wichtiger allergieprotektiver Faktor ist und daher ausdrücklich empfohlen wird.
<strong>Das Zeitfenster ist sicher.</strong> Zwischen dem Beginn des 5. Monats und dem Beginn des 7. Monats mit Beikost anzufangen, ist sicher und hat keine gesundheitlichen Nachteile. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in ihrer ausführlichen wissenschaftlichen Stellungnahme zum angemessenen Alter für die Beikosteinführung [3]. Damit Babys Beikost vertragen können, ist zudem eine gewisse physiologische Reife nötig. Erst nach vier Monaten sind Nieren und Gastrointestinaltrakt bei reif geborenen Säuglingen ausreichend entwickelt, um Beikost verdauen zu können [4].
<strong>Das Baby zeigt, wann es bereit für den Brei ist. </strong>Es gibt verschiedene Reifezeichen [5, 6, 7, 8], die auf einen günstigen Zeitpunkt für den Beikoststart hinweisen. Das Baby sollte mit Hilfe aufrecht sitzen und den Kopf halten können. Andere Zeichen sind, dass sich das Kind dafür interessiert, was Eltern, Geschwister und andere Personen essen oder wenn es sich eigenständig Dinge in den Mund stecken will. Auch das Öffnen des Mundes beim Anbieten von Nahrung und, dass es diese mit der Zunge nicht mehr aus dem Mund drückt, deutet auf die Bereitschaft für feste Nahrung hin.
<strong>Das Zeitfenster schließt auch die Empfehlungen der WHO ein. </strong>Die Empfehlungen von WHO und UNICEF lauten, sechs Monate ausschließlich zu stillen und nach der Einführung von Beikost mindestens bis zum Alter von zwei Jahren weiterzustillen. Diese Empfehlungen gelten für Bevölkerungen weltweit und ganz besonders auch in Entwicklungsländern. Sie gelten nicht zuletzt auch im Hinblick auf den dort besonders wichtigen Schutz vor Infektionskrankheiten durch Stillen [9]. Das empfohlene Zeitfenster zur Einführung der Beikost von Beginn des 5. bis zu Beginn des 7. Monats beinhaltet, dass ein Säugling auch entsprechend der WHO-Empfehlung 6 volle Monate ausschließlich gestillt und mit Einführung der Beikost  weiter gestillt werden kann.
<em>Quellen:</em>
<em>[1] Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), und der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA) (2009): AWMF-Leitlinien-Register Nr. 061/016 AWMF, Düsseldorf</em>
<em>[2] Kopp MV (2012): Die Leitlinie Allergieprävention auf dem Prüfstand. Bundesgesundheitsblatt 55 (2012), 338–342</em>
<em>[3] EFSA (2009): Scientific opinion on the appropriate age for introduction of complementary feeding of infants. EFSA panel on dietetic products, nutrition and allergies. EFSA J 7(12):1423</em>
<em>[4] ESPGHAN (2008): Committee on nutrition: Agostoni C et al.: Complementary feeding: a commentary by the ESPGHAN Committee on Nutrition. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2008 Jan;46(1):99-110</em>
<em>[5] Arvedson JC (2006): Swallowing and feeding in infants and young children. GI Motility online (2006) doi:10.1038/gimo17</em>
<em>[6] Carruth BR, Skinner JD (2002): Feeding behaviors and other motor development in healthy children (2-24 months). J Am Coll Nutr. 2002 Apr;21(2):88–96</em>
<em>[7] Riordan J (2005): Breastfeeding and human lactation. Jones and Bartlett Publishers, Sudbury, Massachusetts, 2005</em>
<em>[8] Briefel RR et al. (2004): Feeding infants and toddlers study: Improvements needed in meeting infant feeding recommendations. J Am Diet Assoc. 2004 Jan;104 (1 Suppl 1):31–7</em>
<em>[9] WHA (2005): 58.32 Infant and young child nutrition. World Health Assembly Resolution, 205.05.2005. WHA, Genf, 2005</em>

<strong>Zur Rubrik&nbsp;&nbsp;„Nachgefragt“:<br /></strong>In der Rubrik „Nachgefragt“ möchten wir Irrtümern auf den Grund gehen und altes Wissen neu erklären. Jeden Monat beantworten wir eine neue Frage. Die bisher erschienen Antworten können Sie&nbsp;<link 876>hier</link>&nbsp;nachlesen.

<strong>Kontakt:<br /></strong>aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.<br />Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br />Julia Bonfig<br />Heilsbachstraße 16<br />53123 Bonn<br />Tel.: 0228 8499-102<br />Fax: 0228 8499-177<br />E-Mail: <link j.bonfig@aid-mail.de>j.bonfig@aid-mail.de</link><br />Internet: <link http://www.gesund-ins-leben.de>www.gesund-ins-leben.de</link>&nbsp;<link http://www.aid.de>www.aid.de</link>&nbsp;]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 12:07:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aktualisiert: Handlungsempfehlungen Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/aktualisiert-handlungsempfehlungen-saeuglingsernaehrung-und-ernaehrung-der-stillenden-mutter/?tx_ttnews%5Byear%5D=2013&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=13&#38;cHash=e3c473bc1ce23282e0474cdd15cfb6d2</link>
			<description>Die im Konsens verabschiedeten Empfehlungen wurden erstmals im Juli 2010 vom Netzwerk „Gesund ins Leben“ im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ der Bundesregierung veröffentlicht. Im Zuge einer Nachauflage wurden einige Anpassungen vorgenommen. Sie sind in der März-Ausgabe der Monatsschrift Kinderheilkunde als aktualisierte Auflage erschienen und werden zudem ab Anfang April als Sonderdruck erhältlich sein. </description>
			<content:encoded><![CDATA[Neu aufgenommen wurde die Empfehlung, bei der Zubereitung der Säuglingsmilchnahrung auf eine Wassertemperatur von maximal 40 °C beim Anschütteln der Nahrung zu achten, um Verbrühungen zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig, wenn das Wasser möglicherweise vorher abgekocht wird. Vor dem Hintergrund der BfR-Stellungnahme zur Zubereitung pulverförmiger Säuglingsnahrung (2012) wurden die hygienischen Aspekte bei der Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung noch stärker in den Empfehlungen betont. Die Verwendung von frischem Trinkwasser, die frische Zubereitung der Säuglingsmilchnahrung vor jeder Mahlzeit, das Wegwerfen von Resten und die Reinigung von Flaschen und Saugern direkt nach der Mahlzeit sind die zentralen Empfehlungen. Die Möglichkeit des Wasser-Abkochens und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung des Verbrühens wurden ebenfalls in die Informationen aufgenommen.
Neu ist auch die Strukturierung des Textes. Empfehlungen und dazugehörende Hintergrundinformationen sind dadurch schneller auf einen Blick zu finden. Rund 61.000-mal wurden die Handlungsempfehlungen zur Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter seit ihrem ersten Erscheinen als Sonderdruck oder elektronisches Dokument abgerufen und 450.000-mal als Kurz- oder Langfassung in anderen Medien veröffentlicht. Sie werden auf breiter Basis genutzt. So bestätigt die Evaluation des Netzwerks, dass ein Großteil der befragten Fachkräfte, die junge Familien im Bereich Ernährung beraten, die Empfehlungen kennen und ihnen zustimmen.
<strong>Jetzt vorbestellen:</strong><br />Die aktualisierten Handlungsempfehlungen sind ab Anfang April 2013 als kostenloser Sonderdruck und als Download erhältlich.
<link 515>Hier können Sie das Heft schon jetzt vorbestellen.</link><br /> <strong></strong>
<strong>Weitere Informationen:</strong>
<link http://link.springer.com/article/10.1007/s00112-013-2870-2 _blank external-link-new-window "externer Link in neuem Fenster: Springer">Aktualisierte Handlungsempfehlungen in der Monatsschrift Kinderheilkunde</link>
<link http://www.gesundinsleben.de/fuer-fachkraefte/handlungsempfehlungen/erstes-lebensjahr/>Aktualisierte Handlungsempfehlungen auf www.gesundinsleben.de</link>
<link http://www.bfr.bund.de/cm/343/empfehlungen-zur-hygienischen-zubereitung-von-pulverfoermiger-saeuglingsnahrung.pdf _blank external-link-new-window "externer Link in neuem Fenster: PDF herunterladen">Empfehlungen  zur hygienischen Zubereitung von pulverförmiger Säuglingsnahrung.  Stellungnahme Nr. 040/2012 des BfR vom 6. November 2012 (PDF, 72 kb)</link>

<strong>Kontakt:</strong><br />aid infodienst  Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.<br />Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br />Julia Bonfig<br />Heilsbachstraße 16<br />53123 Bonn<br />Tel.: 0228 8499-102<br />Fax: 0228 8499-177<br />E-Mail: <link j.bonfig@aid-mail.de>j.bonfig@aid-mail.de</link><br />Internet: <link http://www.gesund-ins-leben.de _blank>www.gesund-ins-leben.de</link>&nbsp;<link http://www.aid.de _blank>www.aid.de</link> 
<ul><p></p></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 12:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nachgefragt im März: Lösen Schutzimpfungen Allergien aus?</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/nachgefragt-im-maerz-loesen-schutzimpfungen-allergien-aus/?tx_ttnews%5Byear%5D=2013&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=01&#38;cHash=ab1ad44dcef36de5c921b6c321c9e43a</link>
			<description>In Deutschland spricht die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut Impfempfehlungen aus. Nutzen, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Schutzimpfungen sind auf breiter Basis wissenschaftlich belegt. Dennoch bestehen bei einigen Ärzten, medizinischem Fachpersonal und auch Eltern Vorbehalte gegenüber Impfungen im Kindesalter. So zum Beispiel, dass Schutzimpfungen das Immunsystem von Säuglingen überlasten und deshalb Allergien auslösen können...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Impfungen lösen keine Allergien aus. </strong>Dass Schutzimpfungen im frühen Kindesalter mit einem erhöhten Auftreten von Allergien einhergehen, haben viele Studien und Beobachtungen widerlegt. Im Gegenteil gibt es sogar Hinweise darauf, dass Schutzimpfungen das Auftreten von allergischen Erkrankungen verringern können. Beispielsweise waren im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS) keine Unterschiede im Auftreten allergischer Erkrankungen zwischen ungeimpften und geimpften 1- bis 17-Jährigen zu beobachten. [1] Auch in einer Studie von Grüber et al. wurde kein Hinweis auf einen fördernden Einfluss von Impfungen auf die Entwicklung allergischer Erkrankungen gefunden. In dieser Studie ließ sich sogar ein leicht hemmender Effekt für das Auftreten von Neurodermitis vermuten, je besser die Studienteilnehmer durchgeimpft waren. Ein schützender Effekt des Impfens wurde auch für das Auftreten von Asthma vermutet. [2]
<strong>Kinder mit Allergien benötigen denselben Impfschutz wie Kinder ohne Allergien. </strong>Auch wenn schon eine Allergie vorliegt, gibt es keine Einschränkung in den Empfehlungen zu Schutzimpfungen. Diese gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen im Gesundheitssystem. Diese Vorteile dürfen auch Allergikern oder allergiegefährdeten Kindern nicht vorenthalten werden. Manchmal werden bei bestehender Allergie noch zusätzliche Impfungen nötig. Beispielsweise wird eine Grippeimpfung vor allem bei Kindern mit mittelschwerem und schwerem Asthma empfohlen, um eine zusätzliche Belastung der Lungen durch eine schwere Influenzaerkrankung zu vermeiden. In der S3-Leitlinie zur Allergieprävention [3] wird daher ohne Einschränkungen zum Impfen geraten und das auch bei Kindern mit erhöhtem Allergierisiko. Darauf basierend empfiehlt das Netzwerk „Gesund ins Leben“: „Auch allergiegefährdete Kinder sollten nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geimpft werden“ [4].
<strong>Impfen ist harmlos im Vergleich zur Krankheit! </strong>Von vielen der Krankheiten, gegen die heute geimpft wird, kennen wir die Beschwerden und ernsthaften Folgen gar nicht mehr. 98 % der Masernpatienten leiden an Hautausschlag und haben meist hohes Fieber. 7 % von Ihnen erleiden zusätzlich Fieberkrämpfe. Einer von 1.000 bis 10.000 erkrankt an einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) und schließlich endet die Erkrankung bei einem von 1.000 bis 20.000 Patienten tödlich. Laut Schätzung der WHO haben Masern im Jahr 2000 fast die Hälfte der 1,7 Millionen durch Impfungen vermeidbaren Todesfälle bei Kindern verursacht, bei geschätzten 30 bis 40 Millionen Krankheitsfällen. [5] Im Vergleich dazu sind die Impfkomplikationen gering und harmlos. Bei der Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln kommt es in 5 % der Fälle zu einem sehr abgeschwächten Hautausschlag, 3–5 % bekommen nach der Impfung Fieber. Fälle von Enzephalitis sind äußerst selten (weniger als 1:1.000 000), Todesfälle werden keine registriert!
<strong>Mehrfachimpfungen sind heute gut verträglich.</strong> In den letzten Jahrzehnten wurde die Qualität der Impfstoffe in vielerlei Hinsicht verbessert. Durch moderne Herstellungsverfahren bei der Antigenproduktion ist es gelungen, viel geringere Antigenmengen zu verwenden und so Impfstoffe zu optimieren. Besonders verbessert wurde diesbezüglich der Pertussis-Impfstoff, der heute kaum noch zu Nebenwirkungen führt. Auch konnten unnötige Verunreinigungen aus der Produktion wie auch die Zugabe von weiteren Hilfsstoffen wie Konservierungsmittel, Antibiotika etc. minimiert werden. Impfskeptiker stellen häufig die Frage nach der Überforderung des kindlichen Immunsystems, insbesondere bei Anwendung von Mehrfachimpfungen, die aus bis zu 25 Antigenen bestehen. Nach den modernen immunologischen Erkenntnissen beanspruchen die Antigene in Kombinationsimpfstoffen nur einen winzigen Bruchteil der verfügbaren Rezeptoren, die für die Erkennung eines Antigens zuständig sind und beim Menschen bereits im Kindesalter in großen Mengen vorliegen. Die Vorteile der Mehrfachimpfstoffe liegen hingegen klar auf der Hand: die Impftermine konnten deutlich reduziert werden! [6]
<strong>Durch Impfung konnten lebensbedrohende Erkrankungen nahezu ausgerottet (Kinderlähmung, Pocken) und erneute Epidemien verhindert werden. </strong>So wurde durch ein konsequentes Impf- und Bekämpfungsprogramm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer Gesundheitsorganisationen erreicht, dass 1980 die Welt von der WHO für pockenfrei erklärt werden konnte. Da keine unmittelbare Bedrohung besteht, wird die Pockenimpfung heutzutage nicht mehr durchgeführt. Im Jahr 1980 setzte sich die WHO zudem die globale Ausrottung der Poliomyelitis (Kinderlähmung) als Ziel. Drei der sechs WHO-Regionen sind inzwischen als „Polio-frei“ zertifiziert (Amerika 1994, Westpazifik 2000, Europa 2002).
<strong>Eltern müssen sachgerecht, wertfrei aufgeklärt werden. </strong>Die Schutzimpfung ist freiwillig und Eltern können sich dafür oder dagegen entscheiden. Eine sachgerechte Information wird Eltern helfen, die richtige Entscheidung zu treffen und Ängste und Unsicherheiten abzulegen.
<em>Quellen:</em>
<em>[1] Schmitz R, Poethko-Müller C, Reiter S, Schlaud M: Vaccination status and health in children and adolescents-findings of the German health interview and examination survey for children and adolescents (KiGGS). Dtsch Artzebl Int 2011; 108(7):99–104.</em>
<em>[2] Grüber C, Warner J, Hill D, Buachau V, the EPAAC Study Group. Early Atopic disease and early childhood immunization – is there a link? Allergy 2008: 63: 1464–1472</em>
<em>[3] Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), und der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA) (2009) AWMF-Leitlinien-Register Nr. 061/016 AWMF, Düsseldorf.</em>
<em>[4] Koletzko B, Bauer C-P, Brönstup A et al: Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter. Aktualisierte Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie, ein Projekt von IN FORM, Monatsschr Kinderheilkd 3/2013, Springer-Verlag 2013</em>
<em>[5] WHO/UNICEF joint statement on strategies to reduce maesles mortality worldwide. Weekly epidemiological record 27.</em>
<em>[6] Dtsch Ärztebl 2008; Impfsicherheit heute. 105(34–35): 590–5</em>

<strong>Weitere Informationen:</strong>
<ul><li>STIKO-Empfehlungen aktuell (Robert Koch-Institut): <link http://www.rki.de/ _blank external-link-new-window "externer Link in neuem Fenster: RKI">www.rki.de</link>&nbsp;  </li><li>Forum impfender Ärzte: <link http://www.forum-impfen.de/ _blank external-link-new-window "externer Link in neuem Fenster: Forum Impfen e.V.">www.forum-impfen.de</link></li><li>Informationen zu Impfstoffen und mehr (Paul-Ehrlich-Institut): <link http://www.pei.de/ _blank external-link-new-window "externer Link in neuem Fenster: pei">www.pei.de</link>&nbsp; </li></ul>

<strong>Zur Rubrik </strong><strong>„Nachgefragt“:</strong><br />In der Rubrik <link 876>„Nachgefragt“</link> möchten wir Irrtümern auf den Grund gehen und altes Wissen neu erklären. Jeden Monat beantworten wir eine neue Frage.

<strong>Kontakt:</strong><br />aid infodienst  Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.<br />Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br />Julia Bonfig<br />Heilsbachstraße 16<br />53123 Bonn<br />Tel.: 0228 8499-102<br />Fax: 0228 8499-177<br />E-Mail: <link j.bonfig@aid-mail.de>j.bonfig@aid-mail.de</link><br />Internet: <link http://www.gesund-ins-leben.de _blank>www.gesund-ins-leben.de</link>&nbsp;<link http://www.aid.de _blank>www.aid.de</link> ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 16:11:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rückblick 2012: Neue Wege für die Verbreitung einheitlicher Botschaften</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/rueckblick-2012-neue-wege-fuer-die-verbreitung-einheitlicher-botschaften/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=11&#38;cHash=610009ee316ca26f1ecd9413548af3ea</link>
			<description>Ein ereignisreiches Jahr 2012 geht zu Ende. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ hat in seinem nun dritten Jahr viel erlebt und bewegt. Wir freuen uns, mit Ihnen und allen Unterstützern des Netzwerks auf zahlreiche Erlebnisse und Erfolge wie diese zurückblicken zu können...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Fortbildungsangebot erweitert</strong>
Seit Herbst ist es soweit: Das Netzwerk bietet Fachkräften aus dem Umfeld junger Familien eine <link 562>neue Fortbildung zum Thema „Säuglingsernährung“</link> an. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase, in der wir zusammen mit Experten aus Wissenschaft und Praxis das Fortbildungskonzept entwickelt und es in Pilotveranstaltungen getestet haben, folgten drei Train-the-Trainer-Seminare. So stehen nun frisch geschulte Still- und Ernährungsfachkräfte bundesweit als Referentinnen für das große Interesse an dieser Fortbildung des Netzwerks bereit.
Das Referentenhandbuch und den Folienvortrag zur Fortbildung wird es in Kürze auch als kostenlosen Download auf www.gesund-ins-leben.de geben, damit die Botschaften des Netzwerks möglichst viele Familien erreichen. Die <link 561>Unterlagen unserer Fortbildung zur Allergieprävention</link> werden von externen Fachkräften und Institutionen bereits rege genutzt und dieses Jahr rund 100-mal pro Monat heruntergeladen. Insgesamt hat das Netzwerk 2012 zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern 17 Fortbildungen zur Allergieprävention und zur Säuglingsernährung veranstaltet und damit rund 400 Multiplikatoren erreicht.
Parallel dazu haben wir begonnen, das Konzept und die Schulungsunterlagen für eine Multiplikatorenfortbildung zur Schwangerschaft zu erarbeiten. Diese wird ab Herbst 2013 in das <link 690>Fortbildungsprogramm</link> von „Gesund ins Leben“ aufgenommen werden.
<strong>Austausch mit Experten</strong>
Auf über 40 Messen und Fachveranstaltungen haben wir im vergangenen Jahr wieder den Austausch mit Fachleuten aus dem Umfeld junger Familien gesucht, Vorträge gehalten und unsere Medien bekannt gemacht. Was das Netzwerk bisher erreicht hat und wie es in der 2. Projektphase ab Oktober 2012 weitergeht, diskutierten wir ausführlich beim <link 773>2. Netzwerkkongress im Juli in Berlin</link> mit 120 Vertretern aus Wissenschaft und Praxis. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und in entsprechende Maßnahmen für die 2. Projektphase überführt.
<strong>Weitere Medien für die Elternberatung</strong>
Neben Flyern, Postern, Aufklebern und Merkblättern zum Herunterladen hat „Gesund ins Leben“ im letzten Jahr erstmals eine Präsentationsmappe mit CD-ROM veröffentlicht: Das Medienpaket <link 811>Ernährung von Säuglingen</link> für die Elternberatung. Ebenfalls neu erschienen sind ein <link 759>Flyer</link> und ein <link 825>Poster</link> zur Stillförderung in der Schwangerschaft unter dem Titel „Stillen – was sonst?“. In dem Wendeflyer haben Frauen und Männer ihre eigenen Seiten. Damit setzen wir auf eine gezielte Ansprache von Müttern und Vätern.
Das Medienangebot des Netzwerks für die Information und Beratung von Eltern wurde außerdem um einen <link 847>Flyer</link> und ein <link 846>Poster</link> zum Thema „Fit durch die Schwangerschaft“ ergänzt.  Das <link 434>Angebot fremdsprachiger Medien</link> wurde ebenfalls erweitert: mit Handzetteln zum Mutterpass-Aufkleber und zum Essens-Fahrplan für Babys in arabisch, russisch, türkisch. Mit seinen Printmedien erreicht das Netzwerk rein rechnerisch mehr als die Hälfte eines Geburtsjahrgangs.
<strong>Einheitliche Handlungsempfehlungen</strong>
Ein wichtiger Meilenstein war die Veröffentlichung der Vollversion der Handlungsempfehlungen <link 516>Ernährung in der Schwangerschaft</link> mit ausführlichen Hintergrundinformationen und Literaturangaben im Sommer 2012. Diese löst die Kompakt-Version der Handlungsempfehlungen ab und steht als Print- und Downloadversion zur Verfügung.
Nach den Handlungsempfehlungen für Schwangerschaft, Stillzeit und erstes Lebensjahr erarbeitet „Gesund ins Leben“ zusammen mit Österreich nun Handlungsempfehlungen für das Kleinkindalter.
<strong> Pressearbeit zeigt ihre Wirkung</strong>
Unserem Ziel, möglichst viele werdende Eltern und junge Familien mit unseren einheitlichen Botschaften zu erreichen, sind wir im letzten Jahr ein gutes Stück näher gekommen. Nicht zuletzt durch unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die wir 2012 weiter intensiviert haben. Unsere Medienauswertung zeigt, dass wir durch Abdrucke und Online-Veröffentlichungen unserer Pressemeldungen pro Woche bis zu 1,8 Millionen Leser in Printmedien wie Zeitschriften und Zeitungen sowie über 2,5 Millionen Besucher von Internetseiten erreichen!
Auch unseren eigenen Internetauftritt haben wir immer wieder aktualisiert und erweitert, zum Beispiel um eine ausführliche <link 808>Online-Fassung der Handlungsempfehlungen zur Schwangerschaft</link>. Monatlich verzeichnet die Seite bis zu 24.000 Klicks. Über diese und viele weitere Neuigkeiten dürfen wir mittlerweile über 1250 Leserinnen und Leser unseres <link 354>Fachkräfte-Newsletters</link> informieren, der seit Frühjahr monatlich erscheint.
<em>Das Team vom Netzwerk &quot;Gesund ins Leben&quot; bedankt sich bei allen, die das Netzwerk begleiten und unterstützen, und wünscht einen schönen, erholsamen Jahresausklang.</em> ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 11:31:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Multiplikatoren schätzen Alltagstauglichkeit von Netzwerk-Medien</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/multiplikatoren-schaetzen-alltagstauglichkeit-von-netzwerk-medien/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=12&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=04&#38;cHash=115a5b4ef561ac9133bdd5269d1434b7</link>
			<description>Die Medien des Netzwerks „Gesund ins Leben“ sind eine hilfreiche Unterstützung für die Elternberatung und entsprechen in großen Teilen den Bedürfnissen von Multiplikatoren aus dem Umfeld junger Familien. Das zeigt eine Onlinebefragung, die die Universität Bielefeld im Rahmen der Projektevaluation von „Gesund ins Leben“ durchgeführt hat.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Medienauswahl und Stichprobe</strong>
An der Befragung nahmen 766 Personen teil, die zuvor Materialien von „Gesund ins Leben“ bestellt hatten. In die Auswertung gingen nur Antworten von Personen ein, die die Poster,  Flyer oder Aufkleber für eine berufliche Nutzung geordert hatten. Hebammen und Oecotrophologen machten mit jeweils gut 21 Prozent die  größten Berufsgruppen unter den Befragten aus, gefolgt von  Diätassistenten, medizinischem Fachpersonal und anderen Multiplikatoren. Sie machten Angaben darüber, wie sie die folgenden sechs Beratungsmedien aus dem Angebot des Netzwerks nutzen und bewerten: 
<ul><li>Aufkleber <link 410>„Was Babys brauchen&quot;</link> </li><li>Aufkleber <link 514>„Mama, das wünsch' ich mir von Dir&quot;</link> </li><li>Poster <link 407>„Allergierisiko? So können Eltern vorbeugen“</link></li><li>Poster <link 522>„Essens-Fahrplan für Babys“</link></li><li>Flyer <link 409>„Das beste Essen für Babys“</link> </li><li>Flyer <link 408>„Allergie-Risiko-Check&quot;</link> </li></ul>
<strong>Ergebnisse</strong>
Besonders beliebt waren der Flyer &quot;Das beste Essen für Babys&quot;, den 76 Prozent der Befragten bestellt hatten, und der Flyer zum Allergierisiko-Check (49 Prozent). Vor allem ersterer wird häufig nachbestellt und zwei Drittel der Befragten nutzen ihn „meistens“ oder „immer“ in der Beratung.
<em>Rund 80 Prozent integrieren die Netzwerk-Medien zumindest gelegentlich in die Elternberatung. </em>Wurden bestellte Medien nicht zur Beratung genutzt, waren die Befragten meist in anderen Bereichen tätig. Beide Flyer und Aufkleber werden in der Regel im Rahmen eines Beratungsgesprächs abgegeben. Das verdeutlicht, dass sie auch als Gesprächsanreize für die Multiplikatoren dienen.
Die befragten Fachkräfte finden die <em>Materialien auch in anderen Zusammenhängen hilfreich</em>: rund ein Fünftel der Befragten nutzt sie außerhalb der Beratung. Das deckt sich mit den Antworten auf die Frage nach besonders geeigneten Zielgruppen für die Materialien. Nach Einschätzung der Befragten können die Medien sowohl in der Individualberatung als auch in Kursen und Gruppen sowie bei Fortbildungen und in der Ausbildung eingesetzt werden.
 <em>Alle Materialien wurden bezüglich Gestaltung, Aufbau, Inhalt und Verständlichkeit als sehr positiv beurteilt</em>: im Durchschnitt erhielten sie die Schulnote 2. Mit einer 1,6 und damit am besten wurde der Aufbau des Flyers „Das beste Essen für Babys“ bewertet. <em>Rund Dreiviertel der Befragten maßen den Materialien eine hohe Alltagstauglichkeit bei:</em> Auf einer Skala von 1 (sehr alltagstauglich) bis 5 (gar nicht alltagstauglich) bewerteten 28 Prozent die Materialien mit einer 1 und 48 Prozent mit einer 2. Niemand beurteilte die Medien als gar nicht alltagstauglich. Gleichzeitig schätzten einige Befragten die gute Verständlichkeit und einfache Sprache, die sie für die Verwendung bei MigrantInnen und Personen mit niedrigem Bildungsstand prädestinierten.
<em>Besonders gelobt werden die Ernährungsempfehlungen</em>, sie sind nach Einschätzung der befragten Fachkräfte sehr alltagspraktisch. Vor allem die Rezepte und die bebilderten Anleitungen fanden großen Anklang. Viele Fachkräfte machten sehr spezifische und konkrete Verbesserungsvorschläge, die von einer <em>hohen Zufriedenheit</em>, aber auch einem <em>großen Engagement der Multiplikatoren</em> zeugen.
<link 368>Übersicht aller Netzwerk-Medien</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 10:03:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Weltstillwoche 2012: Breast is best – Aber mit welchen Mitteln fürs Stillen werben? </title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/weltstillwoche-2012-breast-is-best-aber-mit-welchen-mitteln-fuers-stillen-werben/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=09&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=26&#38;cHash=dc863738cc4ccdcd528eeb2b413633ba</link>
			<description>In Deutschland stillen über 90 % der Mütter direkt nach der Geburt. Das sind deutlich mehr als noch vor 20 Jahren. Gleichzeitig stillen Frauen ihre Babys oft nur für kurze Zeit. So nimmt die Zahl der Stillenden bereits innerhalb der ersten Monate deutlich wieder ab. Und die Empfehlung, mindestens bis zum Beginn des fünften Monats ausschließlich zu stillen, wird von nicht einmal der Hälfte der Mütter erreicht. Anlässlich der Weltstillwoche, die vom 1. bis zum 7. Oktober 2012 unter dem Motto „Stillen – aus Erfahrung die Zukunft gestalten“ stattfindet, möchte das Netzwerk „Gesund ins Leben“ darüber informieren, wie sich werdende Eltern bereits in der Schwangerschaft zum Stillen motivieren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Die Stillabsicht und die Stilldauer kann besonders bei sehr jungen Eltern gefördert werden, indem sie mehr Informationen über die Vorteile des Stillens an die Hand bekommen“, erläutert Dr. Diana Rubin, Geschäftsführerin der Nationalen Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung. „Gerade in dieser Zielgruppe ist der Motivationsbedarf für das Stillen am höchsten, denn sie sind in der Stillfrage tendenziell unentschlossener und stillen vergleichsweise seltener und kürzer als der Durchschnitt.“
Doch mit welchen Argumenten und Mitteln lassen sich junge werdende Eltern für das Stillen begeistern? Dazu befragte das Netzwerk „Gesund ins Leben“ – eine Initiative des Bundesernährungsministeriums im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM&nbsp;–&nbsp;66 Schwangere bzw. deren Partner. Um Interesse zu wecken, sollte ein Informationsmedium zum Stillen grundsätzlich modern und bunt aufgemacht, mit großformatigen Bildern gestaltet sein und gleichzeitig nur kurze und leicht verständliche Texte enthalten. Das entscheidende Argument für das Stillen ist für Frauen, dass es Mama und Baby verbindet. Für Mütter ist auch sehr bedeutsam, dass beim Stillen Extrakalorien verbraucht werden, die das Abnehmen nach der Geburt unterstützen. Außerdem überzeugt sie am Stillen, dass es gerade in der Nacht und unterwegs besonders praktisch ist. Auf Informationen mit konkreten Stillanleitungen und Rat zu medizinischen Problemen legt die Zielgruppe nicht so großen Wert. Wichtig ist, die Frauen und Männer gleichermaßen anzusprechen, denn eine positive Einstellung des Partners zum Stillen, verlängert die Stilldauer. Dass Männer sich am besten durch Fakten überzeugen lassen, bestätigt diese Befragung. So sprechen die Väter vor allem Argumente an, die auf die wertvollen Inhaltsstoffe und positiven Eigenschaften der Muttermilch bzw. des Stillens eingehen.  Aspekte wie die Kosten oder die praktische Anwendung scheinen weniger relevant.
Für die Elternberatung zur Förderung der Stillmotivation hat „Gesund ins Leben“ den Flyer <link 761>„Stillen – was sonst?“</link> erarbeitet, der gezielt Fragen zum Stillen aus der Lebenswelt jüngerer Paare aufgreift. Das Besondere dabei: Frauen und Männer haben in dem Wendeflyer jeweils ihre eigenen Seiten.
<strong>Hinweis:</strong>
„Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ ist ein Projekt des Nationalen Aktionsplans IN FORM der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert.
<sub>Presseinformation. Abdruck honorarfrei. Belegexemplar erbeten.</sub>&nbsp;
<strong>Kontakt:</strong>
aid infodienst  Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.<br />Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br />Julia Bonfig<br />Heilsbachstraße 16<br />53123 Bonn<br />Tel.: 0228 8499-102<br />Fax: 0228 8499-177<br />E-Mail: <link j.bonfig@aid-mail.de>j.bonfig@aid-mail.de</link><br />Internet: <link http://www.gesund-ins-leben.de>www.gesund-ins-leben.de</link>&nbsp;<link http://www.aid.de>www.aid.de</link>&nbsp;]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 26 Sep 2012 17:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bericht vom 2. Netzwerkkongress: Neue Perspektiven</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/bericht-vom-2-netzwerkkongress/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=07&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=23&#38;cHash=40157053cb98e17d3784b74982de7358</link>
			<description>Neue Perspektiven – Unter diesem Motto stand der 2. Kongress von „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“, ein Projekt im Rahmen von IN FORM, am 3. Juli 2012 in Berlin. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen, diskutierten, tauschten sich aus, knüpften Beziehungen, entwickelten Ideen und Strategien, um gemeinsam den erfolgreichen Weg des Netzwerks weiterzugehen. Staatssekretär Dr. Robert Kloos vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstrich in seiner Begrüßungsrede ausdrücklich die Bedeutung der Netzwerkpartner. Sie stellen ihre Potentiale für einen guten Zweck bereit und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Prävention und zum Wohle...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Rückblick nach 2 ½ Jahren Netzwerkarbeit und Ausblick auf die geplanten Aktivitäten gab die Projektleiterin Maria Flothkötter. Mit den einheitlichen Handlungsempfehlungen für die Ernährung des Säuglings, der stillenden Mutter und der Schwangeren, 5 Millionen Abdrucke pro Monat der Pressemeldungen des Netzwerks, mehr als einer halben Million bestellte Broschüren, einer viertel Million Aufkleber für Kinderuntersuchungsheft bzw. Mutterpass, mit Fortbildungen zur Allergieprävention und Säuglingsernährung für Multiplikatoren und weiteren Aktivitäten konnte das Netzwerk „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ innerhalb von 2 Jahren über die Hälfte aller jungen Familien in Deutschland erreichen. Nun sollen die schwer erreichbaren Zielgruppen verstärkt in den Blick genommen werden und Aktivitäten auf Bundesebene und vor Ort mehr zusammenwachsen.
Das Netzwerk trägt zum Wohl der Kinder bei. Das bestätigt die Evaluation von Prof. Petra Kolip. Die Netzwerk-Fortbildungen werden von Teilnehmerinnen und Teilnehmern wie Referentinnen und Referenten positiv bewertet, der gemessene Wissenszuwachs ist groß. Die Medien werden gut bis sehr gut beurteilt. 36 % der Handlungsempfehlungen erhalten von den Fachkräften starke Zustimmung, 11 % werden allerdings nicht geteilt.
Neue Perspektiven, um das gesunde Aufwachsen der Kinder zu fördern, sah Dr. Michael Abou-Dakn, Gynäkologe am St. Joseph-Krankenhaus aus Berlin, bei der Einbindung von Vätern. Untersuchungsergebnisse zeigen: Die Einstellung der Väter zum Stillen entscheidet darüber, ob und wie lang gestillt wird. Männer sind erreichbar, wenn ihre eigenen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Vor allem in der Phase der späten Schwangerschaft und im Wochenbett sind sie für Gesundheitsthemen und Verhaltensänderungen offen.
„It’s simple but it’s not easy“, bringt Prof. Meinrad Armbruster seine Erfahrungen aus seiner erfolgreichen Elternarbeit mit sozial benachteiligten Familien auf den Punkt. Da bis zu 70 % der emotionalen und sozialen Stabilität sowie der kognitiven Offenheit der Kinder durch die Eltern beeinflusst werden, führt an der Förderung der Eltern kein Weg vorbei. Die Arbeit sollte jedoch von einer wertschätzende Haltung und Atmosphäre geprägt sein. Nicht die Frage „Was kannst du nicht?“, sondern „Das kannst du. Und was noch?“ macht Eltern zu Alltagsexperten und sorgt für nachhaltiges Empowerment. Die Arbeit setzt an den Fragen der Eltern, ihrem Lebens- und Sozialraum an und muss vor allem Spaß machen. Dann bleiben Eltern „dabei“. So wie in der Eltern-AG in Magdeburg: Hier treffen sich 65 % der Gruppen auch nach einem Jahr noch regelmäßig.
Dr. Eike Quilling eröffnet mit dem „Motivational Interviewing“ neue Perspektiven für die Beratung. Die Methode orientiert sich an den Stadien, in der sich der Ratsuchende gerade befindet. In jedem Stadium gibt es ein kleines Fenster, „in das man einhaken kann“, sei es um Informationen zu geben, bei der Abwägung von Pro und Kontra alter und neuer Verhaltensweisen zu unterstützen oder um deutlich zu machen, dass Rückschritte dazu gehören. In jedem Stadium wird andere Unterstützung gebraucht. Die Motivation zur Verhaltensänderung muss jedoch immer von innen kommen.
Fünf Workshops gaben Raum zu Feedback, Austausch und Entwicklung weiterer Perspektiven. Einige Blitzlichter aus dem bunten Strauß:
<ul><li>Die persönliche Ansprache wird für sozial benachteiligte Familien als ungemein wichtig angesehen; ebenso, die Familie als System in den Blick zu nehmen.</li><li>Die Professionalisierung bei Finanzierung und Etablierung der Maßnahmen sowie eine engere Verknüpfung zu bestehenden Programmen sind wünschenswert.</li><li>Im Hinblick auf die Entwicklung der neuen Handlungsempfehlungen für Kleinkinder sollten Einkaufs-, Zubereitungs- und Erziehungskompetenz gestärkt werden.</li><li>Nach außen sichtbar sein, Wir-Gefühl aufbauen, einen Kümmerer haben, Ziele setzen sind Erfolgsfaktoren für Beratungsnetzwerke.</li><li>Die strategischen Empfehlungen für das Netzwerk lauten: Öffentlichkeitsarbeit intensivieren, Netzwerk und Empfehlungen noch bekannter machen und die Krankenkassen stärker beteiligen.</li></ul>
Mit einer Fülle an Anregungen und Empfehlungen ging ein von intensivem Austausch geprägter Kongresstag zu Ende. Die Netzwerkarbeit geht mit neuen Perspektiven weiter.
Monika Cremer, Netzwerk „Gesund ins Leben“
<strong>Weitere Informationen:</strong>
<link 773>Bilder, Vorträge und Workshop-Ergebnisse zum Herunterladen</link>
<strong> Kontakt:</strong>
aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.<br />Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br />Julia Bonfig<br />Heilsbachstraße 16<br />53123 Bonn<br />Tel.: 0228 8499-102<br />Fax: 0228 8499-177<br />E-Mail: <link j.bonfig@aid-mail.de>j.bonfig@aid-mail.de</link><br />Internet: <link http://www.gesund-ins-leben.de>www.gesund-ins-leben.de</link> <link http://www.aid.de>www.aid.de</link>&nbsp; ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jul 2012 12:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Weltnichtrauchertag 2012: Kein Rauch für Mutter und Kind – rät das Netzwerk „Gesund ins Leben“</title>
			<link>http://www.gesundinsleben.de/ueber-uns/meldungen-aus-dem-netzwerk/detailansicht-news/aktuell/zum-weltnichtrauchertag-2012-kein-rauch-fuer-mutter-und-kind-raet-das-netzwerk-gesund-ins-le/?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=05&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=16&#38;cHash=dc6df338e9ccd5b2dc533110f665176f</link>
			<description>675.000 Geburten in Deutschland im Jahr bedeuten 675.000 Mal die Chance durch einen gesunden Lebensstil positiv auf das ungeborene Kind einzuwirken. Nichtrauchen ist ein Muss, um Mutter und Kind zu schützen. Die Folgen des Rauchens für die Mutter sind bekannt. Aber Rauchen gefährdet auch massiv die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und erhöht das Risiko für Allergien und Plötzlichen Kindstod.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auch entwickeln Kinder von Raucherinnen später deutlich häufiger starkes Übergewicht (Fettleibigkeit), obwohl sie bei der Geburt eher durch ein geringes Gewicht auffallen. Dennoch: 50 Prozent der unter 25-Jährigen und ca. 20 Prozent der Schwangeren in Deutschland können der Versuchung nicht widerstehen (siehe Abb.) – im Vergleich der Altersgruppen befindet sich der höchste Anteil an Rauchern in der Familiengründungsphase. Ein Grund mehr für das Netzwerk „Gesund ins Leben“ anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2012 zu einer gesunden Lebensweise zu motivieren. 
„Neue wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass der Lebensstil der Mutter nicht nur direkte Auswirkungen auf die Schwangerschaft hat“, sagt Maria Flothkötter, Projektleiterin des Netzwerks „Gesund ins Leben“. „Rauchen und Passivrauchen üben offensichtlich prägende Einflüsse auf das noch ungeborene Kind aus – mit lebenslangen Auswirkungen.“
Schwerwiegende Komplikationen während der Schwangerschaft könnten zum Teil durch Nichtrauchen vermieden werden: Australische Forscher stellten fest, dass Rauchen während der Schwangerschaft für 4 bis 7 Prozent aller Totgeburten in den Industrieländern mitverantwortlich ist. Damit zählt Rauchen nach dem Übergewicht und dem Alter der Mutter zu den Top-3-Risikofaktoren für Totgeburten in diesen Ländern.
Schuleingangsuntersuchungen in Aachen zeigten, dass Rauchen in der Schwangerschaft bzw. in den ersten Lebensjahren das Risiko für Übergewicht beim Kind deutlich erhöht. „Auch im Hinblick auf Allergien sollten Eltern ihr Kind rauchfrei aufwachsen lassen“, sagt Flothkötter. „Dazu gehört auch, dass in Räumen in denen sich die schwangere oder stillende Mutter oder das Kind aufhalten, nicht geraucht wird.“ Zigarettenrauch enthält über 4.000 verschiedene Chemikalien und erhöht das Allergierisiko – insbesondere für Asthma. 
Quellenangaben zum Text
<ul><li> Flenady V et al.: „Major risk factors for stillbirth in high-income countries: a systematic review and meta-analysis“; The Lancet, Volume 377, Issue 9774, Pages 1331 - 1340, 2011 April 16 </li></ul>
<ul><li> Raum E et al.: „Tobacco Smoke Exposure Before, During, and After Pregnancy and Risk of Overweight at Age 6“; Obesity (Silver Spring). 2011 May 26</li></ul>
 <br /> <strong>Über „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ </strong><br /> Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ verfolgt das Ziel, werdende Eltern und junge Familien bei einem gesunden Lebensstil zu unterstützen. Dazu entwickelt das Netzwerk einheitliche und alltagsnahe Empfehlungen, die über alle Berufsgruppen – wie Hebammen, Frauen- und Kinderärzte bzw. -ärztinnen – sowie alle Medienangebote des Netzwerks zu den Eltern transportiert werden. Es ist ein Projekt von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert.<br /> <br /> <strong>Druckfähige Grafiken zu dieser Meldung</strong>
<ul><li><link fileadmin/SITE_MASTER/content/Bilder/Unterseiten/Grafiken/Folie505.jpg - download Downloadlink>Daten und Fakten: Anteil der Raucherinnen und Raucher in verschiedenen Altersgruppen (JPG | 3,8 MB)</link></li></ul>
<ul><li><link fileadmin/SITE_MASTER/content/Bilder/Unterseiten/Grafiken/Folie504.jpg - download Downloadlink>Daten und Fakten: Rauchende Schwangere und rauchende Mütter </link><link fileadmin/SITE_MASTER/content/Bilder/Unterseiten/Grafiken/Folie504.jpg - download Downloadlink> (JPG | 3,9 MB)</link></li></ul>
 <br /> <sub>Abdruck honorarfrei.<br /> Belegexemplar erbeten.</sub><br /> <strong><br /> Weitere Informationen und Bildmaterial können Sie gerne anfordern bei:</strong><br /> aid infodienst<br /> Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz e.V. <br /> Geschäftsstelle: Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie<br /> Julia Bonfig<br /> Heilsbachstraße 16<br /> 53123 Bonn<br /> Tel.: 0228 8499-102<br /> Fax: 0228 8499-177<br /> E-Mail: <link post@gesund-ins-leben.de>post@gesund-ins-leben.de</link><br /> <link http://www.gesund-ins-leben.de>www.gesund-ins-leben.de</link><br /> <link http://www.aid.de>www.aid.de</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>