Gleiche Botschaften für ALLE – Ernährung in der Schwangerschaft
Passend zum 50. Geburtstag des Mutterpasses stellt das Netzwerk „Gesund ins Leben“ erstmals einheitliche Handlungsempfehlungen für die Ernährung in der Schwangerschaft vor. Diese wurden als Konsens von allen einschlägigen Fachgesellschaften, Verbänden und Institutionen in Deutschland erarbeitet und werden von ihnen inhaltlich unterstützt. Darin enthalten sind alltagsnahe Botschaften zu Ernährung, Lebensstil und Allergievorbeugung. Die Handlungsempfehlungen geben damit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, werdenden Eltern sowie auch der Presse und den Medien notwendige Orientierung in diesem Themenfeld.
Zusammen mit den Bundesministerinnen Ilse Aigner (BMELV) und Dr. Kristina Schröder (BMFSFJ) stellt das Netzwerk „Gesund ins Leben“ die neuen Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft am 19. Mai 2011 in Berlin in einem Presse- und Fachgespräch vor.
- Informationen zum Presse- und Fachgespräch
- Meldung „Erste einheitliche Handlungsempfehlungen für die Schwangerschaft“
Hier gibt es die Kernaussagen der neuen Handlungsempfehlungen kostenfrei zum Download.
Fachgespräch Stillen
Das Thema Stillförderung ist „Gesund ins Leben“ ein wichtiges Anliegen. Zur Vernetzung mit anderen Akteuren und zum Austausch über inhaltliche Schwerpunkte und Maßnahmen hat das Netzwerk am 11. April ein Fachgespräch zum Thema Stillen veranstaltet. Teilgenommen haben 20 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Institutionen und Fachgesellschaften, die sich in Deutschland mit Stillen und Stillförderung beschäftigen.
Während rund 90 Prozent der Frauen ihr Kind kurz nach der Geburt voll stillen, sinkt der Anteil nach zwei Monaten bereits auf unter die Hälfte. Im Fachgespräch stellte „Gesund ins Leben“ Ergebnisse einer Recherche über Gründe für Nichtstillen bzw. frühes Abstillen sowie Aspekte für die Kommunikation zur Stillförderung vor. Frühe Unterstützung (schon ab der Schwangerschaft), die Einbeziehung von Partnern, Omas und Opas sowie eine individuelle Zielgruppenansprache sind neben der Schaffung gesellschaftlicher Akzeptanz gute Ansatzpunkte, um das Stillen wirkungsvoll zu fördern.
Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ arbeitet aktuell an verschiedenen Maßnahmen zur Stillförderung. In Vorbereitung sind beispielsweise ein Poster und ein Flyer zur Stillförderung. Weiter spielt das Thema im Konzept für eine eintägige MultiplikatorInnen-Fortbildung über Säuglingsernährung eine Rolle.
Lebenselixier Muttermilch – Stillen in Deutschland
Muttermilch ist die beste Nahrung für Säuglinge: Mütter sollten das erste halbe Jahr – mindestens bis zum Beginn des 5. Monats ausschließlich – und nach der Einführung der Beikost weiter stillen, so die Empfehlung des Netzwerks „Gesund ins Leben“.
„Es gibt ein geeignetes Zeitfenster für ausschließliches Stillen: In der Zeit zwischen dem fünften und siebten Monat sollte mit der Beikost begonnen werden“, sagt Maria Flothkötter, Projektleiterin des Netzwerk „Gesund ins Leben“. „Wichtig bleibt aber, dass die Mutter das Kind weiter stillt – soweit dies möglich ist.“ Eine Studie aus Bayern (Rebhan et al., 2008) zeigt jedoch, dass nur 52 Prozent der Kinder im 6. Monat überhaupt gestillt werden. Über die Hälfte aller Säuglinge werden bereits im zweiten Monat nicht mehr voll mit der Brust ernährt. „Angesichts der positiven Effekte der Muttermilch gilt es weiterhin, Stillen für Mutter und Kind zu propagieren“, so Flothkötter ...
Termine im Mai und Juni
Hier stellt das Netzwerk „Gesund ins Leben“ die einheitlichen Handlungsempfehlungen und die Maßnahmen des Netzwerks vor:
21.05.2011
1. Hebammen- und Pädiaterkongress NRW
Veranstalter: Landesverband der Hebammen Nordrhein-Westfalen e. V. und BVKJ e. V.
Ort: Oberhausen
17.06.2011 – 19.06.2011
41. Kinder- und Jugendärztetag
Veranstalter: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.
Ort: Berlin
18.06.2011 – 19.06.2011
6. Praxisfieber live
Veranstalter: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V.
Ort: Berlin



