Alkohol: Ihr Baby trinkt mit!

- Schadstoffe wie Nikotin und Alkohol gehen in die Muttermilch über.
Wenn Sie Alkohol trinken, trinkt Ihr Baby über die Muttermilch mit. Verzichten Sie deshalb Ihrem Kind zuliebe in der Stillzeit auf alkoholische Getränke. Damit sorgen Sie dafür, dass es sich gut entwickeln kann. Und Sie vermeiden, dass es sich an den Geschmack von Alkohol gewöhnt und in einen rauschähnlichen Zustand kommt. Wenn Sie zu einem besonderen Anlass ausnahmsweise einmal mit einem kleinen Glas Wein, Bier oder Sekt anstoßen möchten, sollten Sie in dem Fall auf einen großen zeitlichen Abstand zur nächsten Stillmahlzeit achten.
Tabakrauch ist ein hohes Risiko
Über die Muttermilch nehmen Säuglinge Nikotin und andere schädliche Inhaltsstoffe aus Zigaretten in hohen Mengen auf. Daneben kann Rauchen in der Stillzeit dazu führen, dass die Mutter nicht genug Milch bilden kann und die Muttermilch nicht optimal zusammengesetzt ist. Viele Eltern entscheiden sich deshalb dazu, für ihr Kind mit dem Rauchen aufzuhören. Wer möchte, kann sich bei diesem Schritt von außen unterstützen lassen.
Trotz der Belastung wird auch Raucherinnen geraten, ihr Kind nach den Empfehlungen zu stillen. Denn das Stillen hat viele positive Wirkungen auf die Entwicklung eines Babys. Natürlich gilt: Jede Zigarette, die Sie nicht rauchen, ist ein Gewinn für Ihr Baby. Während des Stillens entlasten Sie Ihr Baby gleich doppelt, wenn Sie Tabakrauch meiden: Ihr Kind kann Muttermilch und Atemluft ohne Schadstoffe genießen.
Wenn Sie nicht auf das Rauchen verzichten können, sorgen sie dafür, dass niemand im Beisein Ihres Kindes raucht und auch nicht in Räumen, in denen sich Ihr Baby aufhält. Denn selbst nach dem Lüften hält die Belastung durch die Schadstoffe aus dem Tabakrauch noch an. Rauchen Sie höchstens eine Zigarette nach einer Stillmahlzeit, damit die die Belastung der Muttermilch bis zum nächsten Stillen wieder etwas zurückgehen kann.
Medikamente nach ärztlicher Rücksprache
Wenn Sie in der Stillzeit Medikamente einnehmen müssen, heißt das nicht automatisch, dass sie nicht weiter stillen können. Sorgfalt ist jedoch geboten, denn viele Medikamente gehen in die Muttermilch über. Bei manchen kann das ungünstig für die Gesundheit eines Babys sein. Sollten Sie während der Stillzeit krank werden, teilen Sie deshalb Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin in jedem Fall mit, dass Sie stillen. In der Arztpraxis wird dann sorgfältig abgewogen, was zu tun ist. Eventuell gibt es für Ihre Beschwerden auch eine nicht medikamentöse Behandlung oder ein Mittel, das Säuglingen nicht schadet.
Mehr Infos
Literatur-Tipps
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Auf dein Wohl mein Kind – Ein Ratgeber zum Thema Alkohol für werdende Eltern (BZgA-Heft) Ratgeber zurzeit vergriffen.
Ein freudiges Ereignis?! Arbeitsschutz in Schwangerschaft und Stillzeit
Internet-Tipps
Häufige Probleme beim Stillen (auch zum Thema Rauchen, Medikamente...) (BZgA)
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Artikelsammlung zum Thema „Gesundheitsrisiken vorbeugen: Passivrauchen“ (BZgA)
- Stillen Sie ihr Kind - alkoholfrei! (BZgA)
Wissen rund ums Thema Frühe Hilfen (Nationales Zentrum Frühe Hilfen)
Links zuletzt abgerufen am 24.02.2012



