Nicht für zwei essen – aber für zwei denken!

19.05.2011

Neue Empfehlungen für die Ernährung in der Schwangerschaft des Netzwerks "Gesund ins Leben".

In der Schwangerschaft erbringt der Köper Höchstleistungen. Dafür muss er kontinuierlich mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Mehr Energie benötigt die Schwangere hingegen erst einmal nicht, so dass keinesfalls zum „Essen für zwei“ geraten werden kann. Ganz im Gegenteil steigt durch zu viele Kalorien das Gewicht der werdenden Mutter zu schnell und zu stark mit der Folge, dass auch das Kind überversorgt werden kann. Sein Risiko mit einem hohen Geburtsgewicht auf die Welt zu kommen, und im späteren Leben Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 zu entwickeln, wird dadurch begünstigt. Vielmehr sind es die Vitamine und Mineralstoffe, deren Bedarf nun zum Teil rapide ansteigt.


Mehr Nährstoffe aufzunehmen, ohne wirklich mehr zu essen, wie kann das gehen? Der Trick dabei sind Lebensmittel, mit einer hohen Nähstoffdichte, also mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen bei wenigen Kalorien. So kann die Schwangere durch geschickte Lebensmittelauswahl ihren Speiseplan optimieren. Ein gutes Beispiel dafür ist Weizenvollkornbrot, das im Vergleich zu Weißbrot, etwa doppelt so viel Folsäure, Eisen und verschiedene B-Vitamine, aber nicht mehr Energie liefert. Auch Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch und Fisch gehören zu den nährstoffdichten und damit besonders empfehlenswerten Produkten.


Erst im späteren Verlauf der Schwangerschaft steigt der Energiebedarf um gerade mal etwa 10 %, umgerechnet etwa 250 Kilokalorien, an. Mit nur einer Scheibe Vollkornbrot, belegt mit Schnittkäse und einer Tomate oder einem Becher Jogurt (1,5%), einer Handvoll Beeren und 3 Esslöffeln Müsli lässt sich dieser Mehrbedarf decken. Selbst bei bewusster Lebensmittelauswahl können Folsäure und Jod in der Regel nicht in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen werden. Dabei ist gerade Folsäure von Beginn der Schwangerschaft an für die Entwicklung des Säuglings unentbehrlich und sollte schon vor der Empfängnis in Tablettenform zugeführt werden.


Ganz konkrete Vorschläge zur Optimierung des Speiseplans gibt das Netzwerk „Gesund ins Leben“ mit den neuen einheitlichen Handlungsempfehlungen für die Ernährung in der Schwangerschaft. Diese Empfehlungen basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden von allen einschlägigen Fachgesellschaften, Institutionen und Verbänden inhaltlich unterstützt.

 

Die neuen Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft des Netzwerks „Gesund ins Leben“ wurden am 19. Mai 2011 in Berlin erstmals vorgestellt.

Hinweis:

„Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ ist ein Projekt der Initiative IN FORM der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.


Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

 

Die Handlungsempfehlungen

Hier können Sie sich über die einheitlichen Handlungsempfehlungen von "Gesund ins Leben" und die daraus entwickelten Medien des Kommunikationsnetzwerks informieren.

Ernährung in der Schwangerschaft

Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter

Medien

 

Kontakt

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Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.

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