Weniger Aufwand für Säuglingsmilch

18.08.2010

Einheitliche Empfehlungen des Netzwerks "Gesund ins Leben": Die wichtigsten Fachgesellschaften haben sich auf neue, sichere und einfache Regeln für die Zubereitung von Säuglingsmilch geeinigt.

Die effektivste Maßnahme zum Schutz der Babys vor krankmachenden Bakterien ist, den Rest der Milchfläschchen nicht mehr "für später" aufzuheben. Auch das Aufwärmen von bereits vorbereiteter Säuglingsmilch sollte tabu sein, denn je länger sie stehen bleibt, desto mehr schädliche Bakterien und vielleicht Magen-Darm-Infektionen sind die Folge.

Professor Berthold Koletzko von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Sprecher des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerks: "Um dieses Hauptrisiko zu vermeiden, sollte Säuglingsnahrung immer frisch zubereitet werden!" So schützen Eltern ihr Baby wirksamer als durch das tägliche Auskochen und Sterilisieren der Fläschchen und Sauger. Nur Gummisauger sollten im Gegensatz zu Silikonsaugern noch hin und wieder ausgekocht werden. Denn Gummi wird anders als Silikon durch den Gebrauch porös. In kleine Nischenkönnen sich dann Bakterien einnisten.

Speziell abgepacktes Wasser für Säuglinge ist nur ausnahmsweise nötig und von Wasserfiltern wird wegen des hohen Keimgehaltes ausdrücklich abgeraten. Koletzko empfiehlt den Eltern, frisches Trinkwasser aus der Leitung zu nehmen. Vorher sollte man es ablaufen lassen bis es kalt aus der Leitung fließt und anschließend auf 30 bis 40 Grad erwärmen. "Das Wasser muss nicht abgekocht werden. Im Gegenteil, dann wäre das Verbrennungsrisiko zu hoch!"

Diese neuen, einfachen Regeln sind Teil der einheitlichen Handlungsempfehlungen (PDF | 387 kb) zur Säuglingsernährung und Ernährung der stillenden Mutter des Netzwerks "Gesund ins Leben". Neben hygienischen Aspekten enthalten sie auch Empfehlungen zum Stillen, zur Einführung der Beikost und zur Allergievorbeugung.

aid, Dr. Stefanie Schmid-Altringer

 

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Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ vereint die führenden Institutionen, Fachgesellschaften und Verbände zur praxisnahen Unterstützung junger Familien. Im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit stehen einheitliche, verständliche und leicht umsetzbare Empfehlungen zur Ernährung und Allergievorbeugung.

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